PKV: Unabhängige Ratings als Entscheidungskriterium

Versicherte, die einen Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung (PKV) anstreben, sehen sich vor der Herausforderung, einen guten Versicherer mit günstigen Tarifen zu finden. Doch woran erkennt man als Laie einen Tarif mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis? Und woher weiß der Versicherte, wie es um steigende Beiträge im Alter bestellt ist? Hier helfen die neuesten Versicherungsratings unabhängiger Agenturen. Sie sind ein wichtiges Entscheidungskriterium für Versicherte, die in die PKV wechseln wollen oder die ihren Versicherer wechseln wollen.

Unabhängige Ratinghäuser wie Franke und Bornberg oder Morgen und Morgen führen in regelmäßigen Abständen Bewertungen auf der Ebene einzelner Tarife durch. Auch Stiftung Warentest beurteilt die PKV-Tarife anhand ihrer Leistungen. In jeder dieser Analysen werden die auf dem Markt veröffentlichten Tarife einer unabhängigen Bewertung unterzogen, die nach streng mathematisch-statistischen Vorgaben durchgeführt wird. Daraus resultiert eine transparente Beurteilung, die für den Versicherten von hoher Aussagekraft ist. Wird ein Tarif von Franke und Bornberg, von Morgen und Morgen oder von Stiftung Warentest mit der Bestnote im Test bewertet, weiß der Versicherte mit hoher Gewissheit, dass es sich um einen Tarif mit sehr kundenfreundlichen Bedingungen und mit einem äußerst attraktiven Preis handelt. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um ein Versicherungswerk mit Standard-, Komfort- oder Premiumabsicherung dreht.

Hat man sich anhand eines Versicherungsvergleichs und eines Top-Ratings für einen Tarif entschieden, gilt ein letzter Blick dem Unternehmensrating der Gesellschaft. Die Assekurata bewertet Krankenversicherer als deutsches Analysehaus, internationale Pendants sind beispielsweise Fitch Ratings oder Standard & Poor`s. Eine private Krankenversicherung, die als Unternehmen von unabhängiger Stelle mit besten Noten bewertet wurde, dürfte über eine hohe Finanzkraft und sehr solide wirtschaftliche Verhältnisse verfügen. Ein solcher Versicherer sollte langfristig mit akzeptablen Beitragssteigerungen überzeugen und deshalb auch im Alter ein leistungsstarker Partner für PKV-Versicherte sein.

PKV: So gelingt der Wechsel aus der GKV

Wer als Arbeitnehmer erstmalig die geltende Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung überschreitet, hat das Recht, sich privat versichern zu lassen. Ob der Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) sinnvoll ist, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Im Zweifel hilft ein erfahrener Versicherungsmakler bei der Beurteilung, ob die Privatversicherung wirklich die passendere Alternative ist. Was also müssen Versicherte bedenken, die den Wechsel in die PKV in Erwägung ziehen?

Junge Versicherte profitieren von Top-Beiträgen

Die privaten Krankenversicherer berechnen ihre Versicherungsprämien anhand des Eintrittsalters und des Gesundheitszustands des Versicherten. Junge Versicherte ohne Vorerkrankungen dürfen mit sehr günstigen Beiträgen rechnen. Ihre Prämien können durchaus unterhalb der Versicherungsbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung liegen, da diese anhand des Einkommens festgelegt werden. Darüber hinaus spielt in der PKV der gewählte Tarif eine große Rolle. Einsteigertarife sehen häufig nur eine Basisabsicherung für den Krankheitsfall vor, gerne sind sie mit einem hohen Selbstbehalt kombiniert. Im Gegenzug profitiert der Versicherte von einer attraktiven Prämie, die er in der GKV kaum findet. Wer dagegen sehr hochwertige Leistungen sucht, kann als junger Versicherter ohne Vorerkrankungen immer noch zu recht akzeptablen Preisen versichert werden. Anders kann sich die Situation im Alter darstellen.

Steigende Beiträge im Alter als Herausforderung

Die größte Herausforderung für Versicherte dürfte bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung die Frage sein, wie sich die Beiträge im Alter entwickeln. Häufig nehmen junge Versicherte Abstand von einem Wechsel in die PKV, weil in vielen Medien massiv steigende Beiträge im Alter kolportiert werden, die kaum noch zu tragen sind. Hier hilft ein Blick auf ein unabhängiges Versicherungsrating von Agenturen wie Morgen und Morgen oder Assekurata. Diese Ratinghäuser bewerten die PKV-Versicherer in regelmäßigen Abständen und beurteilen auch die Beitragsstabilität. Ein Versicherer, der hier mit besten Noten abschneidet, dürfte ältere Versicherte zu akzeptablen Beiträgen unter Vertrag halten.